BAND-Empfehlungen an die Politik

Unter dem Titel „Nur wer sät, kann ernten“ hat BAND ein Positionspapier veröffentlicht, das Vorschläge formuliert, wie private Frühphaseninvestitionen gestärkt und bürokratische Hürden abgebaut werden können.

In dem Papier werden die langjährigen Forderungen von BAND, wie dem Frühphasenmarkt politisch zusätzlicher Schwung verliehen werden kann, erneut aufgegriffen:

  • Bundesweiter Co-Investment-Fonds für Angel-Investoren: Hebelung privaten Kapitals, Risikoteilung und Beschleunigung von Seed- und Pre-Seed-Runden.
  • Reset INVEST: Das INVEST-Förderprogramm für Wagniskapital soll wieder auf die ursprünglichen Konditionen zurückgeführt und planbar gemacht werden.
  • Steuerliche Anreize für Re-Investitionen: Wiederanlagen von Gewinnen aus Startup-Beteiligungen sollen steuerlich gefördert werden, um das Kapital im Ökosystem zu halten.
  • Secondary-Fonds für Frühphasenbeteiligungen: Frühzeitige Liquidität für Angels, um die Wiederanlage von Kapital zu beschleunigen.
  • Bürokratieabbau: Abschaffung von Beurkundungserfordernissen, Beschleunigung von Handelsregistereintragungen und Einrichtung eines digitalen One-Stop-Shops für Unternehmensgründungen.

Leider stehen die politischen Signale für eine Realisierung dieser Ziele, abgesehen von der EU-Initiative für eine neue europäische Rechtsform EU Inc, zurzeit nicht gut. Alle auf Startups bezogenen Initiativen der Bundesregierung zielen auf die Scale-up- und die Later-Strage-Phase. Bei der Frühphase hält sich hartnäckig das politische Narrativ, man brauche da nichts zu tun.

Dieses Brett ist sehr dick. Da braucht BAND noch stärkere Bohrer ergänzend zum Positionspapier.