

GreenAngelsLab.NRW 2026
Drei Online Sessions – eine Präsenzveranstaltung
Das „GreenAngelsLab.NRW“ adressiert Angel Investorinnen und Investoren, solche, die bereits mit grünem Investitionsschwerpunkt aktiv sind sowie Angels, die diesen Fokus noch nicht haben, sich aber für die Zukunftsbranchen Klima, Umwelt, Energieeffizienz und Ressourcenschonung begeistern und es will First Time Angels mobilisieren. Teilnehmer aus NRW sind angesprochen ebenso wie Teilnehmende bundesweit, um sie auf das grüne Potential des Start-up Ökosystems NRW aufmerksam zu machen.
Donnerstag, 03. September 2026, 16:00 bis 18:00 Uhr online
Das 1×1 grüner Angel Investments
Impact-Metriken – Greentech Bewertungsmethoden – doppelte Rendite –
Portfoliostrategie und Risikostreuung
Montag, 14. September 2026, 16:00 bis 18:00 Uhr online
GreenTech-Sektoren: Deep-Dives in grüne Zukunftsmärkte
Von CO2 Tracking bis Kreislaufwirtschaft? Trends und Potentiale erkennen und bewerten
Dienstag, 06. Oktober 2026, 16:00 bis 18:00 Uhr online
Recht, Regulierung und Folgefinanzierung
EU-Taxonomie & ESG – Green Term Sheets – Genehmigungsrisiken –
Skalierungsherausforderungen
Donnerstag, 15. Oktober 2026, 16:00 bis 20:00 Uhr, in Präsenz
Case Study
Effizienz-Enabler oder Greenwashing Falle
Live-Pitches grüner Start-ups erleben und bewerten
Debriefing im Benchmark erfahrenen Angels
Call-to-Action: Jetzt anmelden und Teil der grünen Angels Community werden.
Fragen & Infos: montag@baar-ev.de
Mit freundlicher Unterstützung Partner:
des Umweltministeriums NRW KUER.NRW Grüne Gründungen

Was bringt die Startup und Scaleup-Strategie den Business Angels?
150 Maßnahmen umfasst die Startup- und Scaleup-Strategie, die die Bundesregierung jetzt bekanntgegeben hat. Eine einzige davon bezieht sich auf die Frühphasenfinanzierung durch Business Angels und besteht aus einem einzigen Satz:
„Das INVEST-Programm wird auch über das Jahr 2026 hinaus verlängert und auf Grundlage der in 2026 erstellten Evaluation weiterentwickelt. (Finanzierungsvorbehalt)“
Die Verlängerung des INVEST-Programms soll also unter zwei Bedingungen erfolgen: Die Evaluation muss die Sinnhaftigkeit des Programms und seiner Ausgestaltung bestätigen bzw. seine Weiterentwicklung vorschlagen und die Finanzierung muss noch gesichert werden.
3.053 neue Startups im ersten Halbjahr 2026, jetzt fehlt Kapital
Im ersten Halbjahr 2026 haben die Neugründungen von Startups in Deutschland mit 3.053 um 52 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 zugenommen, wobei dieses ebenfalls schon starke Gründungszahlen auswies. Diesen Rekordwert vermeldet der Next Generation Report von Startup Verband und startupdetector. Angetrieben wurde der Trend durch Künstliche Intelligenz, denn ein Drittel der neuen Startups (34%) hat einen starken KI-Bezug.
Regional betrachtet ist Berlin mit 429 Neugründungen nach wie vor vorne, das prozentuale Wachstum erreicht mit 21% aber nicht einmal die Hälfte des Bundesschnitts (52%). Die größte Dynamik zeigen Bremen (+109 %), Schleswig-Holstein (+108 %), Hamburg (+83%) und Hessen (+82%). NRW liegt mit 42% unter dem Bundesschnitt und verbirgt sich bei den Gründungen pro 100 Tsd. Ew. mit 3,0 im braven Mittelfeld ebenfalls unterhalb des Bundesschnitts (3,7). Im Städteranking behaupten sich die NRW-Städte Düsseldorf, Aachen und Köln mit den Plätzen 2, 4, und 9, Ruhrgebietsstädte finden sich nicht unter den ersten 10.
Auf Business Angels wird demnach in nächster Zeit ein großes Angebot an Startups zukommen, wobei auch die Angels KI als selbstverständlich in den Blick nehmen müssen. Das große Potential an eine Finanzierung suchenden Unternehmen dürfte zu sinkenden Bewertungen führen, aber auch dazu, dass manches interessante Startup mangels Finanzierung auf der Strecke bleibt. Das fehlende Politische an der Frühphasenfinanzierung von Startups könnte sich dann als Bumerang erweisen.
Warum wir bei BAAR auf grüne Investments setzen: Beispiel Biodiversität
Biodiversität ist nicht nur ein harter Wirtschaftsfaktor, ihr rapider Verlust birgt auch Risiken für die menschliche Gesundheit. Das belegt jetzt eine kleine Metastudie von KfW Research aufgezeigt. Neben der Versorgung mit Nahrung und Trinkwasser hat Biodiversität auch Auswirkungen auf zahlreiche „regulierende“ Ökosystemleistungen wie die natürliche Filterung von Schadstoffen in Wasser, Luft und Böden. Intakte Natur ist auch als „grüne Infrastruktur“ gesundheitsrelevant, zum einen für Sport und Erholung, zum anderen als Schutz vor Lärm, Hitze und Überschwemmung.
Außerdem stammt der Großteil der registrierten Arzneimittel aus der Natur. Eingriffe in komplexe Ökosysteme können Kaskadeneffekte auslösen und der menschlichen Gesundheit schaden.
In Ökosystemen mit großer Arten- und Gen-Vielfalt gibt es für Erreger viele ungeeignete Wirte, wodurch die Erregerdichte und damit das Übertragungsrisiko geringer sind. Durch die Störung ökologischer Gleichgewichte steigt jedoch das Risiko neuer Infektionskrankheiten tierischen Ursprungs, sogenannter „Zoonosen“.
Grüne Exits: Besonders oder Business as usual?
von Jakob Steffen, Angel Investor, JSR – J.S. Research KG, Wuppertal
Gibt es einen ‘grünen Bonus’?
Leider nicht, nein. Grüne Startups haben bereits in der DNA ihrer Geschäftsmodelle Nachhaltigkeit zum Gegenstand: Sei es Kreislaufwirtschaft oder einfach ‚nur‘ Emissionsreduktion, immer geht es dabei entweder um die effizientere und somit wirtschaftlichere Nutzung von knappen Ressourcen oder aber die Verringerung/Vermeidung von sog. negativen Externalitäten, also Umweltbelastungen im engeren und weiteren Sinne. Damit jedoch entfällt zugleich der ökonomische Grund für einen etwaigen Bonus: Warum sollte ein bereits wirtschaftlich vorteilhaftes Modell noch einen Bonus erfahren? Es ist ja gerade nicht so, dass echte grüne Startups ein ‚Nachhaltigkeits-Extra‘ gewissermaßen zusätzlich zur wirtschaftlichen Rentabilität bieten, dass dann irgendwie belohnt werden müsste, oder aber ihr gesamtes Geschäftsmodell ausschließlich auf einem „Feel Good“-Faktor ruhte, die Nachhaltigkeit also statt an die Finanzbuchhaltung ausschließlich an das gute Gewissen potentieller Kunden appelliert; gerade letztere Ansätze scheitern regelmäßig am Markt. Doch so wenig es für derartige ‚Feel Good-Extras‘ einen Bonus gibt, so unplausibel ist er dann eben auch beispielsweise für ein Kreislaufwirtschaftsmodell, dessen Zweckhaftigkeit gerade in der effizienten Nutzung ein- und derselben Ressourcen über mehrere Produktlebenszyklen hinweg liegt. Es ist bereits viel erreicht, wenn dergestalt echte grüne Startups ganz im Gegenteil keinen Malus erleiden, weil sie im Vergleich zu herkömmlichen Geschäftsmodellen als vermeintlich kostenintensiver/margenschwächer wahrgenommen werden.
Geht es dann vielleicht immerhin etwas gemütlicher zu als beim üblichen Profitstreben?
Auch hier ein klares Nein: Weder sind die Verhandlungen rund um den Einstieg (Stichworte: Pre-Money-Bewertung, Parameter eines Wandeldarlehens) irgendwie ‚kuscheliger‘, noch ist das Vokabular großartig ein Anderes. Die KPIs ändern sich natürlich teilweise, und mit einem Mal kommen Parameter zur Sprache, die sonst keine Rolle spielen würden; doch um ihre Festsetzung und Bewertung wird ebenso gerungen wie in allen anderen Gründungs- und Exitzusammenhängen auch. Und warum sollte es mit Blick auf das oben Gesagte auch anders sein? Grüne Geschäftsmodelle wollen eben genau das sein: Geschäftsmodelle. Und es wäre niemandem gedient, wenn hier durch die Hintertür dann plötzlich doch andere Spielregeln Einzug hielten. Geschäft ist auch bei grünen Startups Geschäft, und beim Exit wird genauso bis zur Unterschrift ‚fingergehakelt‘ wie sonst auch – und so soll es auch sein, getreu dem Motto: Wenn nachhaltiges Wirtschaften wirklich effektiv sein soll, dann ist es eben in allererster Linie genau das – Wirtschaften.
Aber: es gibt eine Art ‚tacit collusion‘
Eine Besonderheit gibt es dann aber doch, und das betrifft den Gesellschafterkreis bei grünen Startups. Jedenfalls noch (und vermutlich noch eine ganze Weile) ist es schon ein besonderer Kreis von Investoren, die unter der Überschrift Impact Investment ausdrücklich in grüne Startups oder Social Entrepreneurship-Modelle investieren, und die Nachhaltigkeit in der DNA des Geschäftsmodells wie oben beschrieben geradezu zur Voraussetzung ihres Engagements machen. Das aber hat einen automatischen, hier sehr hilfreichen Bias-Effekt zur Folge: Wenn diese Investoren am Gesellschaftertisch eines Startups zusammenkommen, bewegen sie sich unabgesprochen hinsichtlich eines wesentlichen Investment-Kriteriums bereits auf einer Wellenlinie – und das ist beileibe nicht der Normalfall. Natürlich können dann immer noch persönliche Reibungsflächen oder unterschiedliche Auffassungen von Strategie und Unternehmensentwicklung auftreten. Aber in einem ganz wesentlichen Punkt ist man sich ohne weitere Diskussion einig: Dass nachhaltiges Wirtschaften zugleich ökologisch effektiv und profitabel ausgestaltet werden kann. Auf der Grundlage dieses Konsenses wächst man schneller zu einer Einheit zusammen, und auch die Verhandlungen rund um einen späteren Exit fallen erheblich leichter, wenn bereits eine ‚tacit collusion‘ – um einen Begriff aus der Wettbewerbsökonomik zu entlehnen – geschmiedet worden ist, die Zeit und Nerven sparen hilft. Und das ist dann vielleicht am Ende doch ein schöner, nicht ganz unerheblicher Vorteil grüner Startups.
BAAR VENTURE.Med 2026, 14. Juli 2026, 14:00-19:00 Uhr in Bochum
Wir sind überzeugt, dass diese bundesweite Pitchevent wieder ein großer Erfolg war. Aber wir lassen andere sprechen Venture.Med 2026
Ein herzlicher Dank an den Sponsor NRW.BANK
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